| 5. Juni 2010 | ||
| 12:00 | to | 18:00 |
Schmackhafte “Hansetafel” der Hansegesellschaft feiert am Samstag ihre Premiere
Besucher können sich von der heimischen Kaufmannschaft bewirten lassen
Normalerweise ist es ja den Gastronomen der Stadt vorbehalten, Lippstadts Gourmets zu bewirten. Zur 1. Lippstädter Hansetafel im Rahmen des „Tages der Internationalen Hanse” auf der Langen Straße ändert sich dies aber: Am Samstag, 5. Juni, sind nämlich die Kaufleute und Händler aus dem gesamten Stadtgebiet aufgerufen, sich als Kellner, Kneipier und Co. zu versuchen und Lippstadts Flaniermeile in eine „Gourmet-Meile” zu verwandeln.
Zwischen Jakobi-Kirche und Bernhard-Brunnen wartet dazu die gedeckte „Hansetafel” von 12 bis 18 Uhr bei Brot, Wein und Bier auf zählreiche Gäste. Um der ersten Ausgabe des schmackhaften Events den nötigen Schwung zu verleihen, hat sich die ausrichtende Hansegesellschaft Lippstadt zudem etwas ganz Besonderes ausgedacht. Ausgeschenkt wird am ersten Juni-Samstag nicht irgendein Bier, sondern süffig roggenmalziges Lippstädter Jubelbier aus den Braukesseln von Daniel Thombansen. Passend zum 825. Stadtgeburtstag, versteht sich.
Auch das Brot, das zur Hansetafel auf der Langen Straße „Weltpremiere” feiert, ist ein ganz spezielles, wie Bäckermeister Reinhard Bücker erläutert. „Unsere Kreativabteilung hatte die Idee, ein Jubiläumsbrot mit Hanf auf Stroh zu backen. Zudem sollte das Brot auch das Zusammenarbeiten der zwei Gewerke Brauen und Backen symbolisieren. Daher kommt noch etwas Jubiläumsbier mit in den Teig”.
Für das kulturelle Begleitprogramm zur 1. Lippstädter Hansetafel sorgt die Conrad-Hansen-Musikschule. Mit mittelalterlichen Spielszenen der hauseigenen Schauspieltruppe und musikalischen Beiträgen soll die Veranstaltung auch abseits der zwischen Jakobi-Kirche und Bernhard-Brunnen aufgestellten Bierzelte zu einem kurzweiligen Spaß werden.
Idee der Hansetafel ist es, die Kommunikation unter den Kaufleuten anzuregen und so das internationale hanseatische Netzwerk mit einer regionalen Veranstaltung zu beleben. „Wir hoffen, dass sich die Hansetafel auch in Lippstadt bewährt und sich etablieren kann”, erklärt Christoph Barnstorf-Laumanns von der Hansegesellschaft, der auf die Premiere der Gourmet-Veranstaltung schon gespannt ist. Anmeldungen von Seiten der Lippstädter Kaufmannschaft nimmt die Gesellschaft noch „gerne entgegen”, betont er. Erfreulich wäre laut Barnstorf-Laumanns, „wenn sich die von der Hansegesellschaft angestoßene Veranstaltung in den kommenden Jahren zu einem Selbstläufer entwickeln könnte.”
Die Mitglieder der Hansegesellschaft zeigen sich zuversichtlich, dass die Hansetafel am 5. Juni ein Erfolg wird. „Wenn alles gut läuft, erstreckt sich die Tafel spätestens zum 850. Stadtjubiläum über die gesamte Länge der Langen Straße”, meint Daniel Thombansen mit einem zwinkernden Auge.
Nur das Wetter könnte den „Hanseleuten” noch einen Strich durch die Rechnung machen. Aber auch dafür hat die Gesellschaft vorgesorgt. Bei Regen wird die Tafel kurzerhand in das Foyer der Jakobikirche verlagert. Der Reinerlös aus dem Verkauf von Bier, Wein und Co. soll der Lippstädter Tafel zufließen.
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